Italien-Roadtrip/Testfahrt
- Felicia Eideloth
- 31. Jan. 2021
- 4 Min. Lesezeit
Nachdem also mein Bus am 31. Juli fahrbereit ausgebaut war, ging es sofort am gleichen Tag auch schon los nach Italien -> mit meinen Eltern.
Wir fuhren Sonntag Abend um halb 8 los und es war tatsächlich so gut wie niemand auf den Straßen unterwegs.
-> Erstes Ziel: Bozen für eine Zwischenübernachtung

Da wir ja nun alle Zeit der Welt haben, konnten wir gemütlich nach Bozen fahren und dort eine Nacht auf einem Parkplatz halten.
Und gleich dort hat es sich auch schon bezahlt gemacht, dass der erste Urlaub mit dem Bus mit meinen Eltern war, um zu schauen ob alles funktioiert.
Denn aufeinmal, standen wir in einer riesigen Wasserpfütze.
Den Grund dafür hat Papa aber schnell gefunden, also war alles wieder gut und der erste Schock vorüber.
Tatsächlich passen perfekt 3 Leute in diesen Bus, wobei sich das ganze dann doch eher kuschlig verhält.
-> Zweites Ziel: Lago Maggiore

In der Früh fuhren wir gleich weiter zum Lago Maggiore.
Eine sehr schöne Fahrt, wer steile Bergpässe mag.
Für die, die es nicht mögen, wohl eher weniger entspannt.
Dort angekommen, suchten wir spontan nach einem Campingplatz und wurden auch schnell fündig. Wir bekamen den besten Stellplatz vom ganzen Platz, da es der einzige war, der direkt am Wasser lag.
Trotz allem würde ich diesen Campingplatz nicht unbedingt empfehlen, denn ich weiß wirklich nicht, wie der seine 4 Sterne bekommen haben soll, aber definitiv nicht an einem Montag!

Camping Città di Angera
Denn:
- Ich bin zur Rezeption, um nach dem WLAN Passwort zu fragen, da ich nicht zu viel von meinem Datenvolumen verschwenden wollte sofort am Anfang vom Monat.
ABER: der freundliche Angestellte an der Rezeption ( hat wirklich gut Deutsch gesprochen) erklärte mir, dass das WLAN kaputt ist.
...kaputt... -_-
Na gut, nicht so schlimm, ich komm auch ohne WLAN sehr gut klar.
- Ich weiß, der nächten Punkt stört jetzt nicht so viele, aber mich definitiv schon! XD
Wir haben uns also gemütlich in das Cafe´ gesetzt. Ich bin an die Theke und habe einen Latte Macchiato für uns bestellt.
Und statt erst heiße Milch, dann den Espresso und als Abschluss wieder heiße Milch ins Glas zu schütten, macht sie tatsächlich erst den Espresso rein und dann die gesamte Milch obenauf!
Ups - ich dachte wir sind in Italien und da ich selbst in einem Cafe gearbeitet habe, kenne ich die Zubereitung! Manche stört das vielleicht nicht, aber ich war dann doch verwundert...
- Nunja, aber man kann ja immer noch über beide Punkte hinweg sehen.
Da überall Schilder standen, dass man sich Pizza auch im Restaurant zum Mitnehmen bestellen kann, wollten wir das am Abend auch machen.
Aaaaber, was wir dann auch feststellen mussten, immer AUSSER Montags -also heute- natürlich.
Also fragten wir nach, ob wir auch in das Restaurant können und die Speisekarte davor anschauen dürfen. Der Mitarbeiter meinte ja natürlich und brachte uns die Speisekarte.
Es gab wirklich viel Auswahl, von PIZZA über Burger und Pasta etc.
Also sagten wir, dass wir gleich wieder kommen, um noch meine Mama zu holen.
Als wir dann alle da waren, um jetzt gemütlich im Restaurant was zu essen, meinte er ja, aber das öffnet leider erst um 8.
... und das konnte er nicht gleich sagen?!
Naja dann warten wir halt noch die 40 Minuten und bestellten uns einen Hugo im Cafe´nebenan.
-Als es dann 8 Uhr war, gingen wir gemütlich ins Restaurant, wo wir auch die einzigen waren. Dann kam die Kellnerin mit einem selbstgeschriebenen Zettel, auf dem 4 nicht so leckere Gerichte standen. Es gab überhaupt nicht die Speisekarte, die uns gezeigt wurde...!!!
Mein Papa und ich entschieden uns für die Nudeln mit Meeresfrüchten, was eine super Fehlentscheidung war, da das ganze Gericht voll mit Sand von den Muscheln war und es beim Essen im Mund knirschte...
Also ich weiß wirklich nicht, wie die ihre Sterne bekommen haben...
Aber dazu muss man jetzt auch mal Pros nennen:
- sie haben einen Pool (nicht Montags!)
- schöne Stellplätze und eine tolle Zeltwiese
- die Mitarbeiter sind sehr freundlich und an der Rezeption sprechen sie auch super deutsch
- man kann bestimmt toll baden gehen dort, da sie einen eigenen Seezugang haben.
- und sie haben sehr leckeres Eis
Am nächsten Tag gab es erstmal selbstgemachte Pancakes mit Obst zum Frühstück, denn meine Eltern hatten ihren 30. Hochzeitstag <3

Naja gut die hätte es so oder so gegeben, aber dann gab es wenigstens noch einen super schönen Anlass dafür :)
Der restliche Tag wurde entspannt verbracht und am nächsten Morgen ging es dann weiter.

-> Drittes Ziel: Vesima Ligurien
Caravan Park Vesima
Bei diesem Campingplatz gibt es sowohl Pro als auch Contra Argumente:
Pro:
- Er liegt gerade mal 50m vom Meer entfernt, einfach kurz die Straße entlang und schon führt eine Treppe zum Meer hinunter
- es gibt ein sehr süßes Cafe auf dem Platz, das aber leider wegen Corona geschlossen hatte, aber es sah wirklich schön aus von Außen.
- die nächste "Stadt" ist ca. 20min zu Fuß entfernt, in der es wirklich sehr viele Möglichkeiten zum Essen, Trinken und auch nochmal zum Baden gibt.
Contra:
- Der Platz liegt direkt neben Zuggleisen ( natürlich abgetrennt von einem Zaun und einer Mauer) aber es ist wirklich laut, wenn er vorbeifährt.
- Oberhalb führt eine Autobahnbrücke entang, wobei ich finde, dass diese weit genug weg war, um nicht zu stören.
- die Sanitäranlagen sind gewöhnungsbedürftig und definitiv nicht immer sauber.
Fazit:
Es war der einzige Campingplatz den wir in der Gegend gefunden haben, der am Meer liegt und für ein bis zwei Nächte ist das auch vollkommen in Ordnung. Das Meer war angenehm warm und super schön zum schwimmen, auch direkt am morgen bei Sonnenaufgang nur zu empfehlen *-*.

Dort verbrachten wir weitere zwei Nächte, bis wir uns wieder auf den Rückweg machten,
-> mit einem kleinen Zwischenstopp am Gardasee.
Es waren wirklich schöne Tage, die wir zusammen verbracht haben.
Vorallem war es ein sehr schöner "Abschied", bevor ich alleine weitergfahren bin und danach auch ausgezogen.
Ein kurzes sentimentales Schlusswort dazu:
Die Zeit mit der Familie geht schneller vorbei als man denkt, natürlich bleibt man immer im Kontakt, oder besucht sie.
Aber es sind dann doch genau diese wunderschönen Momente, in denen man merkt, dass die Zeit doch schneller vergangen ist, als es einem bewusst war.
Ich bin meinen Eltern wirklich unendlich dankbar dafür, dass sie immer hinter mir stehen, egal was ich vorhab oder erreichen will.
Und wenn das Kind sich aufeinmal in den Kopf gesetzt hat, dass es sich einen Bus kauft, ausbaut und damit in der Welt rumreist, ja dann fährt man 12 Stunden um den Bus abzuholen, baut ihn mehrere Wochen mit aus und fährt für eine Woche als Sicherheit mit.
DANKE Papa und Mama <3
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