Sächsische Schweiz
- Felicia Eideloth
- 22. Feb. 2021
- 6 Min. Lesezeit
Ich wollte schon immer mal in die Sächsische Schweiz!
Jeder hat doch schonmal das Bild von der Bastei Brücke, den Felsen oder einfach der Landschaft gesehen und sich einfach nur gedacht: WOW, da muss ich hin!
Und an der Stelle, Grüße gehen raus an Corona, denn da war dann auch JEDER! -_-
Aber was solls, Bus geladen, Kühlschrank aufgefüllt, Motor gestartet und los gings.
-> Acht Stunden durchgefahren und schon war ich da.
Ich weiß nicht wem es da auch so geht, aber ich fahr einfach immer los und schau dann erst, wo ich am Abend schlafen werde.
Der Campingplatz, für den ich mich letztendlich entschieden hatte, war der Wohnwagen Campingplatz, direkt bei der Bastei.
Der Platz hat mehrere Pro und Contras:
Pro:
- man ist in wenigen Minuten (ca. 20-25) zur Bastei gelaufen
- es ist der einzige Campingplatz an der Stelle, alles andere sind Parkplätze, auf denen das Übernachten verboten ist.
- die Besitzer waren mir gegenüber sehr freundlich und hilfsbereit, auch wenn ich schon andere Rezensionen gelesen habe!
- so weit ich weiß, kann man sogar Brötchen für den nächsten Tag vorbestellen
- die Größe der Stellplätze waren für mich persönlich vollkommen ausreichend
- man hat einen wunderschönen Blick auf die Felder und den Wald
- die Sanitären Anlagen sind wirklich gepflegt, ordentlich, neu und sauber
Contra:
- es ist schon ziemlich teuer, wobei ich das so nah an einer Touristenattraktion nachvollziehen kann, dass Besitzer von Touristen einfach abkassieren
- sie berechnen alles einzeln:
= den Platz 12-14€ + Kurtaxe 2€ , Sanitäranlagen 3€ + man muss sich Duschmarken
kaufen -> 3 min = 1€, Strom weiß ich leider nicht, da ich keinen gebraucht habe und
ich weiß auch nicht, wieviel oder ob das Spühlhaus nochwas gekostet hat, aber ich
glaube schon
- es sind sehr enge Einfahrten, also für mich war es kein Problem, aber wer ein größeres Womo hat, da habe ich schon gelesen, dass welche Schwierigkeiten hatten
Die erste Nacht war der Platz leider noch voll, aber die Besitzer meinten auch gleich, ich kann mich einfach auf den Netto Parkplatz im Dorf stellen und am nächsten Morgen wieder kommen.
Entschieden hab ich mich für einen Wanderparkplatz in dem Dorf Lohmen:
Ich war dort alleine, mit noch einem anderen Camper.
Ich kann den Platz wirklich empfehlen, da dort weder Autos fahren, noch viele Menschen waren und außer ein Hund, der immer wieder gebellt hat, war es ruhig.
Ich war auch wirklich fertig nach dem Tag, acht Stunden fahrt, ewig den Campingplatz gesucht, dann mit den Besitzern geredet, dann einen neuen Platz gesucht
-> ich war echt platt am Tagesende.
Ein Süppchen noch gekocht und dann sofort ins Bett.

Am nächsten Morgen, früh auf, fertig gemacht und sofort losgefahren um einen Platz zu bekommen, bevor die ganzen Touris ankommen.
Und ja, ich bezeichne mich selber irgendwie nie als Touri, obwohl ich ja genau genommen auch einer bin, wie alle anderen die dort zum campen hinkommen XD
Ich hab auch gleich einen Platz bekommen und konnte dann in Ruhe Frühstücken.
Kurz ausgeruht, Sachen gepackt und losgelaufen.

Als erstes bin ich zu den Schwedenlöchern gelaufen.
Es ist wirklich eine wahnsinnig schöne Wanderung!
Die Schwedenlöcher sind eine klammartige Seitenschlucht des Amselgrundes.
Kleiner Fact nebenbei:
Die Schlucht entstand durch die Erosion des weicheren Sandsteines.
Ursprünglich handelte es sich um eine nicht erschlossene und nur schwer zugängliche Schlucht, die als Blanker Grund bezeichnet wurde. Als im Dreißigjährigen Krieg das Dorf Rathewalde von schwedischen Soldaten zerstört wurde, flohen die Bauern in die wilde Schlucht und brachten sich und ihr Hab und Gut dort in Sicherheit. Auch in späteren Kriegszeiten diente die Schlucht als Zufluchtsort.
Die eigentliche touristische Erschließung der Schlucht erfolgte vergleichsweise spät.
Der Weg verfügte damals über 700 Stufen und mehr als 20 Betonbrücken.
Der Wanderweg durch die Schwedenlöcher gehört zu den beliebtesten Wanderwegen in der Sächsischen Schweiz. Schätzungen der Nationalparkverwaltung gehen davon aus, dass in der Hauptsaison bis zu 2000 Personen pro Tag den Weg laufen.



Unten angekommen, kann man einem kleinen Bach/Fluss, der aus dem Amselsee hinausfließt, entlanglaufen, bis man zum See gelangt. Auf diesem See, kann man sogar kleine Boote ausleihen:
- Ruderboot 4€ / 30min
- Tretboot 6 € / 30min

Geht man den Weg immer weiter, kann man sich für mehrere Richtungen entscheiden
- zur Felsenbühne -> die war leider geschlossen, aber es ist wirklich eine krasse Location
- hoch zur Bastei
- weiter ins nächste Dorf: Rathen
Ich hab mich dann für die Bastei entschieden und bin all die Stufen wieder hoch gelaufen.

Die Bastei ist schon wirklich beeindruckend schön.
Schon als ich sie auf Bildern gesehen habe, dachte ich mir nur so WOW, da muss ich auch mal hin, mitten im Wald, auf Felsen gebaut und von Bergen umgeben!
....Ja, naja, also die Realität ist etwas anders und die Bilder sind einfach eine Sache der Perspektive XD
Man kann theoretisch bis 50m vor die Brücke fahren, dort ist auch ein Hotel, ein Gasthaus, Biergarten etc.
Ich finde das zerstört leider etwas die mystische Athmosphäre, aber irgendwie hätte man es sich ja auch denken können, dass damit Geld gemacht wird und sich auch perfekt dafür anbietet.
Trotzdem ist es unfassbar schön, die Umgebung und Aussicht ist umwerfend!
Was ich nur empfehlen kann, ist bei Sonnenaufgang sich mit einer heißen Tasse Tee irgendwo dort hinzusetzen und die Atmosphäre zu genießen. Das war auch mein absolutes Highlight zum Schluss.
Ganz in der früh ist auch noch der Zugang zu den Aussichtspunkten offen, während der Öffnungszeiten muss man leider Eintritt zahlen.


Nach der Bastei bin ich noch zum Steinernen Tisch gelaufen, nichts besonderes, wobei der Biergarten dort ziemlich schön wäre, aber dieser hatte geschlossen.
Ansonsten bin ich noch ziemlich weit den Malerweg entlang gelaufen, aber da kam auch nichts besonderes mehr.
Generell bin ich eigentlich frei Schnauze mal rechts, mal links, oder mal gerade aus gelaufen und kam deshalb irgendwann in den Höllengrund.



Insta vs. Reality

( Ja, der Baumstamm war höher als es aussieht und ich hab während meiner Kletteraktion ausversehen auf auslösen gedrückt XD)
Dort war es dann wieder super schön, aber nach 5-6 Stunden in der Gegend rumlaufen, war ich echt ziemlich fertig. Also ging es dann für mich wieder zurück zum Van.
Am Van angekommen, hab ich mich mega auf einen Kaffee gefreut!
Erstmal Kaffee gekocht und dann wollte ich die Hafermilch aufschäumen.

Das Problem an der Hafermilch-Sache war, dass ich bis dahin noch nie einfach so Hafermilch getrunken, geschweige daran gerochen habe...
Ich war mir ziemlich unsicher ob sie noch gut war, also hab ich mal einen Schluck probiert...
Naja, ja so könnte Hafermilch schmecken...
Aber so ein bisschen komisch schmeckt sie schon...
Nach dem 2, 3 und 4 Schluck hab ich dann den Entschluss gefasst, sie lieber wegzuschmeißen!
Ja... also dass die Hafermilch nichtmehr gut war, hab ich dann später gemerkt, da mir den restlichen Tag kotzübel war und ich im Bett lag.
Naja, also Fazit an euch: Wenn ihr euch nicht sicher seid: SCHMEIßt SIE WEG!!!!
Am nächsten Tag, bin ich noch vor Sonnenaufgang losgelaufen, um Fotos zu machen.
Also die gleiche Runde nochmal.

Unten am Amselgrund, hab ich auf Google Maps geschaut, was noch so um mich herum ist. Ich hab irgendwas von Honig Felsen gelesen und bin losgelaufen.
Immer weiter den Berg hoch und irgendwann mittem im Wald, meinte mein Navi:
und jetzt rechts!
Rechts ging es einfach nur einen Hang hoch, weder ein Schild noch ein Weg existierte in diese Richtung.
Aber naja, dann gehen wir eben dort hoch, Navi weiß schon was es sagt XD
Und es hat sich echt gelohnt!
Es waren wahnsinns Felsen dort oben, ein kleiner Hopser über eine Felsspalte und schon war ich bei den Honigfelsen.



Später sah ich dann auch den offiziellen Weg nach dort oben und als ich den dann hinunter lief, sah ich auch, dass der Weg momentan gesperrt ist.
Ups?! XD
Aber es hat sich wirklich gelohnt, da ich dort alleine war und die Aussicht genießen konnte *-*
Als ich dann alles wieder hinunter gelaufen und die ganzen Stufen bis zur Bastei wieder hochgelaufen bin, dachte ich mir, ich kann mir ja nach dem blöden Kaffeedisaster vom Vortag, noch einen leckeren Latte Macchiato am Morgen gönnen.

Ja, ne hätte ich lassen sollen...
Der Kaffee hat so super wiederlich geschmeckt!
Einfach nach einer Mischung aus abgelaufen und Spülmittel...
Also irgendwie sollte das mit dem Kaffee bei mir also nicht sein -_-
Ich hab trotzdem verusucht ihn zu trinken, da er schließlich super teuer gewesen war. Hab es dann aber letztendlich nach der Hälfte gelassen und mir gedacht, besser wieder nicht als wiederlich!!!
Den restlichen Tag stand chillen auf dem Plan.

Am nächsten Morgen hab ich mir noch vorgenommen, den Sonnenaufgang von der Bastei aus anzusehen und dann zu fahren.
Und es war super viel los!
Also wer wirklich Aufnahmen dann noch machen will, muss sich gefühlt eine Stunde vorher schon anstellen...
Aber es war trotzdem wunderschön.

Nächsten Sonntag erfahrt ihr wo die Reise dann hin ging :P
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